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  • 2012.10.25
    Andreas SchillerZum Profil
    Andreas Schiller

    Lessons learned auf der EXPO REAL 2012

    Mehr Aussteller und mehr Besucher verzeichnete die Expo Real in München Anfang Oktober. Rund 38.000 Teilnehmer wurden gezählt, 1.700 Aussteller präsentierten sich in den sechs Messehallen. Und die waren gut gefüllt, denn nur das Wetter spielte nicht wirklich mit. Zum ersten Mal in der 15-jährigen Geschichte der Expo Real regnete es am Dienstag, dem Hauptkampftag, in München durchgängig. Doch das unterstützte nur den Ruf der Arbeitsmesse.

    "Keine Lust auf Frust" titelte Maria Pütz-Willems von "hospitalityInside" ihre Nachdrehe im gleichnamigen Internetportal, in dem es rund um die Spezialimmobilie Hotel geht. Besser lässt sich die Stimmung kaum zusammenfassen. "Frust" jedenfalls droht von außen: Besonders in Deutschland sorgt die Umsetzung der europäischen AIFM (Alternative Investment Funds Management)-Richtlinie in nationales Recht  für große Aufregung in der Branche. Geschlossene Fonds sollen strikt eingeschränkt werden, neue offene Fonds erst gar nicht mehr zugelassen.
    Aber: Keine Suppe wird so heiß gegessen wie sie gekocht wird. Mit mehr als 200 Teilnehmern war eine Podiumsdiskussion im Konferenzprogramm im Expo Real Forum zu diesem Thema jedenfalls super besucht. Erstaunlicherweise genauso viele Teilnehmer kamen zu Podien über demographische Trends. Demographie und Finanzierung hießen denn auch thematische Schwerpunkte. „Lust“ gab es aber auch, insbesondere so nach 17 Uhr bei den Standpartys, vor allem jedoch bei den zahlreichen Abendveranstaltungen in der Münchner Innenstadt. Da ließen sich manche Aussteller nicht lumpen.

    Bei den vielen Diskussionen und Gesprächen über Finanzierungen und Investitionen zeigte sich jedoch öfters schon wieder, dass manche der "lessons within financial distress" nicht mehr nur "lessons learned", sondern auch "lessons forgotten" sind. Damit der Messetermin 2013 nicht so leicht "forgotten" wird, hält es die Messe für die Immobilienbranche einfach. Die Daten sind nahezu dieselben: Die Expo Real 2013 wird wieder von Montag, 7. Oktober, bis Mittwoch, 9. Oktober stattfinden. Auch damit bleibt München einer Tradition treu: Vor allem die internationalen Teilnehmer können vorher wieder das Oktoberfest besuchen.
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    1 Kommentar
    • Andreas Roth @ 07.11.2012
      Schade, dass ich dieses Mal nicht war. EXPO Real wird für mich nächstes Jahr ein Fixstern. ich bin 2013 dabei.
  • 2012.10.23
    Philipp KaufmannZum Profil
    Philipp Kaufmann
    • Der 3p-Ansatz der Nachhaltigkeit

    Mit 3P.zum.Glück als Leitmotiv

    Nachhaltigkeit ist schon seit meiner Schulzeit ein Herzensthema. Immerhin bin ich als Schüler der 80er und 90er Jahre mit Waldsterben und Mülltrennung aufgewachsen. Geprägt war das Denken meines Heranwachsens von den Ölschocks, von denen ich auch den zweiten als Kleinkind nicht wirklich bewusst erlebt habe, die jedoch Auswirkungen bis heute haben. Eine ist die Abkehr vom Glauben des ewigen Wachstums. Das Denken „Macht Euch die Erde untertan“ ist seit dem nicht mehr das alleinige Prinzip, sondern vielmehr in Kombination mit „Bewahren“ für uns selber und vor allem auch für nächste Generationen von Bedeutung.

    Aus dieser Motivation heraus habe ich mich persönlich 2009 engagiert, um gemeinsam ein „Grassroot Movement“ (aus der Branche für die Branche) ins Leben zu rufen, damit unsere Bau- und Immobilienbranche Verantwortung übernimmt. Der Zuspruch war überwältigend und mit 125 Gründern startete unsere ÖGNI. Bereits damals sind wir gestartet mit dem Ansatz „Visionen ohne Umsetzung sind nur geträumt“, denn die Zeit ist gekommen um zu handeln. Wir haben die Technologien, das Know-How und vor allem die Bereitschaft, nachhaltig zu agieren.

    Von Beginn an galt: Gebäude zu zertifizieren ist eine gewaltige Chance, Leuchtturmprojekte der Nachhaltigkeit auszuzeichnen und damit Licht auf die Personen zu lenken, die bewiesen haben, dass herausragende Qualitäten umsetzbar sind. Viel Licht für wenige heißt aber auch, dass es derzeit noch dunkel in unserer Branche ist. Mit jedem Haus, mit jeder Sanierung und jedem Bauen wird es aber heller.

    Aber: Gebäude alleine sind zu wenig. So entstand der 3P-Ansatz – wir wollen gemeinsam neben den Produkten, die neben den Immobilien auch die Baustoffe umfassen, die Prozesse verändern und die Personen befähigen, dass sie mit dem neuen, notwendigen Wissen nachhaltig handeln können. Ich bin überzeugt, dass gerade die Prozesse der große Hebel sind. Dies trifft sowohl im einzelnen Unternehmen als auch im Zusammenwirken der einzelnen Akteure zu.
    Der Fokus liegt auf der Berücksichtigung des Lebenszyklus und dies sowohl ökonomisch als auch ökologisch, sprich mit LCC (Life Cycle Costing) bzw. LCA (Life Cyle Assessment). Immerhin können wir so erstmals die Branche der Brüche hin zu einem gemeinsamen miteinander entwickeln. Dafür lohnt es sich zuarbeiten und zu überzeugen, damit wir gemeinsam Gebäude bauen und bewirtschaften, die uns Menschen glücklich machen – was sonst?

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    4 Kommentare
    • Marianne Schubert @ 02.03.2013
      Danke. Genau so ein Engagement haben wir immer schon gebraucht.
    • Renate Zippelius @ 23.10.2012
      Der Text ist dicht und voller Inhalte. Wo kann ich mir dazu mehr anhören?
    • Martin Huber @ 23.10.2012
      Der Lebenszyklus ist tatsächlich der wahre Fokus aber mit dem 3P-Ansatz werden andere Punkte bewusster. Ich persönlich konzentriere mich auf die Produkte, aber das soll ja nichts heißen. Wo gibt es mehr Informationen zum 3P-Ansatz? Gibt es dazu schon ein Buch?
      Antwort von ÖGNI Blog @ 25.10.2012
      Einen Überblick über den 3-P-Ansatz finden Sie auf der ÖGNI-Website: http://www.ogni.at/3-p 
    • Markus Puchner @ 23.10.2012
      Verstanden. Mit Glück ist zwar ein hehres Ziel gemeint, aber nur große Visionen sind es Wert verfolgt zu werden. Grautliere!
      Ich verfolge weiterhin die ÖGNI und seine Aktivitäten.
  • 2012.10.09

    Der Blog der ÖGNI

    Die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) ist die Stimme der nachhaltigen Bau- und Immobilienwirtschaft und prägt in Österreich den Paradigmenwechsel hin zur Nachhaltigkeit. Aus diesem Grund sind wir seit langem bereits auf facebook, twitter, youtube und anderen sozialen Medien vertreten. Als aktuellste Neuerung möchten wir Sie nun auf www.ogni-blog.at  willkommen heißen. Auf diesem Blog wollen wir die vielen Gesichter der Nachhaltigkeit in der Bau- und Immobilienbranche präsentieren und selbst zu Wort kommen lassen.

    www.ogni-blog.at  wird nicht nur über ÖGNI-interne Themen berichten, sondern hier soll über den Tellerrand geblickt werden: es geht um nachhaltige Gebäude, sprich Blue Buildings, um Compliance Management sowie Corporate Governance bzw. ethisches Handeln. Der Blog bietet Experten und Verantwortliche der Bau- und Immobilienbranche eine Bühne, um über ihren Zugang und über ihr nachhaltiges Engagement zu schreiben. Außerdem wollen wir hier auf direkte, unmittelbare und vor allem öffentliche Weise diskutieren und so die Nachhaltigkeit in der Bau- und Immobilienbranche weiter voranbringen. Das bedeutet auch, dass es Ihnen frei steht, unter Einhaltung von angemessenen Umgangsformen die Blogeinträge zu kommentieren und zu diskutieren.

    Ich darf mich selbst kurz vorstellen - Name ist Christian Thanner, ich bin bei ÖGNI unter anderem für Kommunikation, Social Media und Websitebetreuung zuständig und werde im Blog als regelmäßiger Autor auftreten. Ich möchte bei dieser Gelegenheit iService danken, die uns einen unabhängigen Blog ermöglicht haben, der eine homogene Erweiterung unser Website www.ogni.at  darstellt.

    Abschließend freue ich mich auf interessante Blogeinträge und Diskussionen und ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!

    Christian Thanner
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    2 Kommentare
    • Martin Huber @ 07.11.2012
      Danke!
      Das Lesen macht richtig Spaß. Hoffentlich haltet Ihr das Tempo. Viel Erfolg.
    • Marus Puchner @ 23.10.2012
      Super, Herr Thanner. Ich finde es gut, wenn ich direkt von Experten eine Meinung höre. Ich freue mich schon auf MEHR!
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