• 2014.06.26
    Philipp KaufmannZum Profil
    Philipp Kaufmann
    • Ein Vorreiterbeispiel für gelungenen nachhaltigen Wohnbau: Panoramawohnen Steinhaus

    Sozialen Wohnbau durch Nachhaltigkeit aufwerten

    Neun Seiten umfasst der neue Standardausstattungskatalog des oö. Wohnbaulandesrates und steht unter dem Titel "Sozialer Wohnbau: Wege zur Wirtschaftlichkeit ".
    Doch nach der Studie des Dokumentes hege ich Zweifel, ob die Wirtschaftlichkeit des sozialen Wohnbaus auch eine nachhaltige ist. Gewiss, gewisse Maßnahmen mögen teilweise eine Minderung der Investitionskosten zur Folge haben. Doch dies ist meiner Ansicht nach zu wenig, denn ein Grundgedanke der Nachhaltigkeit ist es, die Lebenszykluskosten zu optimieren und somit für niedrige Bewirtschaftungskosten zu sorgen; von diesen niedrigen Betriebskosten und höheren Qualitäten profitieren im Endeffekt die Mieter. Denn mehr als 80 Prozent der Kosten entstehen in der Nutzungsphase einer Immobilie.

    Die ÖGNI fordert daher einmal mehr, den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie in den Fokus zu rücken und damit Immobilien mit Mehrwert zu schaffen. Genau aus diesem Grund hat die ÖGNI im Winter des Vorjahres das 7 Punkte Reformprogramm entwickelt, mit dem die neue Bundesregierung aufgefordert wird, die Nachhaltigkeit nicht aus den Augen zu verlieren und damit Wachstum zu ermöglichen. Vor allem die öffentliche Hand hat durch ihre Stellung und ihr großes Volumen an Bauvorhaben einen wichtigen Vorbildcharakter. Und eines darf nicht vergessen werden: die Forderung nach Billig und Quantität zielt auf kurzfristige Impulse. Bessere Gebäude, niedrigere Bewirtschaftungskosten und vor allem zufriedene Nutzer rechtfertigen daher einen geringen Mehraufwand in der Planung und im Bau in jedem Fall.

    Ein Rückschritt bleibt uns hoffentlich erspart, hier müssen wir alle zusammenarbeiten und aufschreien, denn eine solche Entwicklung wird länger wirken und unsere internationale Vorreiterrolle in Frage stellen.
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