• 2013.02.01

    Es muss nicht immer „neu“ sein!

    Unlängst hat ein Artikel in einem Wirtschaftsmagazin mein Interesse geweckt, wonach Produkte immer kurzlebiger werden oder ihren Dienst versagen und ausgetauscht werden müssen. Ein krasser Gegensatz zum aktuellen Ökotrend und dennoch scheint das Wegwerfen groß in Mode zu sein. Viele Produkte erwecken den Eindruck, mit einem „geplanten Ablaufdatum“ versehen zu sein. Dies wage ich nicht zu behaupten, dennoch ist es offensichtlich, dass verschiedene Produkte scheinbar nicht mehr für einen langfristigen Gebrauch konstruiert werden. Doch die Schuld hierfür den Produzenten oder der Industrie zu geben, wäre bei Weitem zu kurz gegriffen. Ja, wir verfügen einerseits über immer bessere Technologien und Materialien, die es ermöglichen sollten, Produkte mit hoher Haltbarkeit zu produzieren. Andererseits geht die Entwicklung neuer Funktionen dermaßen rasant voran, dass diese Langlebigkeit mit dem Kundenwunsch nach effizienten und topmodernen Produkten im Widerspruch steht.

    Und genau sind wir alle gefordert, uns die Frage nach der Nachhaltigkeit zu stellen: (wann) ist es sinnvoll, ein altes Produkt gegen ein aktuelleres auszutauschen?

    Im Immobilienbereich gestaltet sich ein Austausch natürlich schwieriger, ist er doch gleichzusetzen mit Abriss und Neubau. Zumal hier die These der kurzlebigen Materialien nicht greift: die Bestandteile des Produkts „Gebäude“ sind in der Regel jahrzehntelang haltbar. So kann es nur sinnvoll sein, den Ziegel, der bereits produziert ist, so lange wie möglich zu verwenden. Durch die gezielte Aufwertung des Bestandes durch Umbau und Sanierung ist es möglich, ressourcen- und kostenaufwändige Neubauten im Sinne der Nachhaltigkeit zu vermeiden, ohne auf moderne Funktionen („Smart Building“) und Komfort verzichten zu müssen. Produkte können also durchaus lange UND effizient genützt werden. Die Bau- und Immobilienbranche zeigt´s vor.
    Veröffentlicht in:
    Es können zu diesem Blogeintrag keine neuen Kommentare mehr erstellt werden.
    1 Kommentar
    • Chris Walter @ 20.03.2013
      und da haben wir in der Immo Branche wahsnsinns Potential ;-))