• 2015.02.10

    Mehr Sicherheit im österreichischen Trinkwasser

    WASSER ist eines der wichtigsten Güter der Erde. Damit es jedoch für den menschlichen Gebrauch geeignet ist, muss es frei von Krankheitserregern, genusstauglich und rein sein. Diese Anforderungen können die Wasserlieferanten an der Quelle sicherstellen. Sie können jedoch nicht mehr garantieren, dass diese eindeutige Qualität frei von Krankheitserregern bei den Nutzern am Wasserzähler ankommt!

    Die Bevölkerung in Österreich wird zu fast 100% aus Grund- und Quellwasser versorgt. Dies hat zur Folge, dass Umwelteinflüsse stark reduziert ausgefiltert werden. Jedoch gibt es Probleme: Das öffentliche Wassernetz ist voll von Todleitungen und wechselnden Rohrqualitäten, die Verkeimungen fördern können. Vor allem im Sommer, wenn die Wassertemperaturen vereinzelt auf über 20° steigen und mit dieser Temperatur beim Verbraucher ankommen, ist die Qualität bereits gesundheitlich bedenklich. Verantwortlich dafür sind vor allem die Bakteriengruppen Pseudomonas , Legionellen  und E.COLI. 
    Da der Wasserlieferant nicht mehr hygienisch unbedenkliches Wasser, frei von Legionellen, liefern kann, wurde in Deutschland, als erstes Land in Europa der technische Maßnahmenwert für Legionellen auf 100 KBE / 100 ml (=Koloniebildende Einheit) gesetzt. In Österreich ist bisher in keinem Normenwerk die Nutzung der Zapfstellen in Bezug auf die Trinkwasserhygiene geregelt. Auch die EU kann sich seit über 10 Jahren nicht auf einheitliche Rohrmaterialien für die Trinkwasserinstallation einigen.

    Was sollte geschehen damit der Nutzer mehr Sicherheit hat?

    Trinkwasserhygiene ist sehr komplex und viele unterschiedliche Faktoren können hier Einfluss nehmen, etwa der Nährstoffgehalt des gelieferten Wasser, die verwendeten Rohrmaterialien und das Nutzerverhalten.

    Grundsätzlich ist der Einbau eines Eintragsschutzes vor gefährlichen Bakterien die wichtigste Empfehlung. Die Warmwasserbereitung mittels Durchlauferhitzer stellt dagegen keinen nachhaltigen Legionellenschutz dar! Bei Einfamilienhäusern und kleineren Anlagen können bereits mit geringem finanziellem Aufwand die Risiken weitestgehend auf null gesenkt werden. Automatisierte Mindestnutzung und Eintragsschutz geben ausreichend Garantie und Hygienesicherheit.

    Es kann jedoch zusammengefasst werden, dass mehr Hygiene nur durch weniger Komfort und eine geringere Anzahl an Zapfstellen erreicht werden kann. Dies muss jedoch bereits bei der Planung berücksichtigt werden. Bei Großanlagen und zentralen Warmwassersystemen kann durch intelligente Kavitationstechnologie und Entkeimung der Zirkulation bei jeder Boiler Temperatur Hygienesicherheit garantiert werden.

    Besonders entscheidend ist auch, dass bei der Sanierung keine Verlagerung der Legionellenproblematik in das Kaltwassernetz durch erhöhte Warmwassertemperaturen, wie nach ÖN B 5019 empfohlen, stattfindet. Eine 100% Entkeimung der Zirkulation ist in 1-2 Minuten je nach Länge der Leitung gewährleistet. Bei der Vorgehensweise gemäß ÖN B 5019  dauert das Stunden, wobei die Gefahr der thermischen Resistenz der Legionellen bleibt.

    Auch offene Kühltürme sind massive Umweltgefahren, nicht nur in Bezug auf Legionellen. Die Aerosolschwaden ziehen hunderte km über das Land je nach Wetterlage. Sie sind jedoch leider die wirtschaftlichste Art in der Kältetechnik. Als gute Alternative schafft es die BALS LIQUID Technologie , nachhaltig ohne CHEMIE die Keimzahlen unter 100 (=Trinkwasserqualität) zu halten, Härtestabilisierung und Korrosionsschutz nachhaltig zu garantieren.

    Eine Verbesserung der Hygiene und eine Erhöhung der Sicherheit für die Nutzer ist  zusammenfassend nur durch geänderte bzw. angepasste Verordnungen zu erfüllen bzw. durch geändertes Nutzerverhalten und durch einen Eintragsschutz. Auch technische Neuerungen wie die BALS LIQUID Technologie stellen eine Chance dar, die Trinkwasserqualität unbedenklich zu halten und nachhaltig Risiken für Mensch und Umwelt zu minimieren.
    Es können zu diesem Blogeintrag keine neuen Kommentare mehr erstellt werden.
    0 Kommentare
    • Es sind noch keine Kommentare vorhanden
  • 2013.11.20
    Christian PfeifferZum Profil
    Christian Pfeiffer

    UMWELTFÖRDERUNGEN - Wissen, was für Sie drin ist.

    Die höheren Investitionskosten beim Nachhaltigen Bauen sind immer noch ein Hauptgrund für Bauherren, konventionell zu bauen. In der Regel werden höhere Investitionskosten nicht nur durch geringere Kosten im Betrieb kompensiert, sondern vor allem auch durch Förderungen. Dazu gibt es in Österreich verschiedene Anträge für Landes- oder Bundesförderung- es wird dabei mit jedem Jahr schwieriger, den Durchblick zu behalten.

    Förderrichtlinien und Fördertöpfe unterliegen einem steten Wandel und erfordern zunehmende Expertise und laufende Beschäftigung mit dem Thema. Deshalb kann hier auf das Wissen von spezialisierten Unternehmen zurückgegriffen werden. Die Firma UWEK Gmbh etwa, langjähriges ÖGNI-Mitglied, hat sich auf das Thema der Umweltförderungen von Betrieben spezialisiert. Zu den wichtigsten förderfähigen Maßnahmen in der Bau- und Immobilienwirtschaft zählen dabei Thermischen Sanierungen,Energieeffiziente Neubauten, Beleuchtungsumstellungen sowie Energieträgerumstellungen.

    Als grobe Richtlinie gilt: Überall dort, wo Investitionen mit Energieeffekten getätigt werden, sind Förderungen möglich und sinnvoll. Dank der langjährigen Erfahrung und der engen Zusammenarbeit mit den jeweiligen Förderstellen ist es unser erklärtes Ziel, das Förder-Optimum für unsere Kunden zu erreichen.
    Individuelle Analyse und maßgeschneiderte Optimierung sind die Schlüsselwörter, wenn es um Umweltförderungen geht, denn jedes Projekt ist individuell zu betrachten. Gemeinsam mit dem Kunden sind alle Schritte bis zur Auszahlung der Fördersummen zu planen. So sind wir zum Beispiel während des Förderprozesses laufend mit den zuständigen Architekten, Planern und Bauherren in Kontakt, nehmen an Baubesprechungen teil, erstellen bei Bedarf Energieausweise und prüfen die örtlichen Gegebenheiten.

    Gerade bei nachhaltiger Bauweise können Umweltförderungen eine wesentliche Säule der Finanzierung darstellen. Bei Fragen zum Thema der gewerblichen Umweltförderung stehe ich gerne zur Verfügung.

    Christian Pfeiffer

    Fördermanager
    UWEK GmbH
    Veröffentlicht in:
    Es können zu diesem Blogeintrag keine neuen Kommentare mehr erstellt werden.
    0 Kommentare
    • Es sind noch keine Kommentare vorhanden
  • 2013.07.02
    Christian WetzelZum Profil
    Christian Wetzel

    Jetzt neu: Lebenszyklus-Rendite

    Im Rahmen der Lebenszykluskostenanalyse werden die Herstellungskosten, die Kosten innerhalb der Nutzungsphase und die Rückbaukosten eines Gebäudes untersucht. In Ermangelung belastbarer Informationen in der frühen Planungsphase lassen es einige Nachhaltigkeits-Bewertungssysteme (z.B. der DGNB) zur Ermittlung der zu erwartenden Kosten in der Nutzungsphase jedoch zu, einen prozentualen Aufschlag auf die besser bekannten Herstellkosten vorzunehmen. Der Lebenszykluskosten-Ansatz ist somit auf die Herstellungskosten eines Gebäudes fokussiert.

    Es ist nicht verwunderlich, dass bei dieser Herangehensweise Gebäude, die in Top-Lagen errichtet werden, und bei denen aufgrund luxuriöser Ausstattung und hochwertiger Materialien die Herstellungskosten entsprechend hoch ausfallen, auch bei der Betrachtung über die gesamte Lebensdauer hinweg hohe Lebenszykluskosten aufweisen. Da aber in den meisten Nachhaltigkeits-Bewertungssystemen die Lebenszykluskosten die ökonomische Qualität des Gebäudes maßgeblich beeinflussen, kann dies bei einer Nachhaltigkeitsbewertung zu einer insgesamt schlechten Bewertung dieser Immobilien führen. Somit entsteht der Eindruck, dass Gebäude mit hohen Herstellungskosten automatisch "unökonomisch" seien.
    Diese These ist selbstverständlich nicht haltbar, da Gebäude in Top-Lagen hohe Qualitäten aufweisen sollten, um entsprechend hohe Mieteinnahmen oder Verkaufserlöse zu erzielen. Konkret: Nach dem Lebenszykluskostenansatz ist ein Neubau mit Herstellungskosten von 2.500 €/m² und einem Verkaufserlös von 3.000 €/m² tatsächlich "ökonomischer" als ein Neubau mit Herstellungskosten von 5.000 €/m² und einem Verkaufserlös von 12.500 €/m².

    Um diesen Missstand aufzulösen sollte statt der "Lebenszykluskosten" die "Lebenszyklus-Rendite" betrachtet werden. Dieser Ansatz findet bei der BlueCARD bereits Anwendung. Hier werden neben den üblichen Kosten auch die Erträge während der Nutzungsphase berücksichtigt. Dies geschieht in Form von Nettokaltmieten (im eigengenutzten Bereich entsprechend kalkulatorischen ortsüblichen Mieten), die mit Leerstandsraten und Mietsteigerungsraten gewichtet werden.
    Die hierzu notwendigen Informationen werden in den meisten Unternehmen ohnehin bereits ermittelt. Während die Einnahmenseite in der Unternehmenssteuerung und im Controlling detailliert abgebildet wird, sind die Themen Nachhaltigkeit und Kosten hingegen eher im technischen Bereich angesiedelt. Im Sinne einer holistischen Betrachtung von Immobilien über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg, müsste man also nur die ohnehin vorhandenen Daten besser vernetzen.
    Es können zu diesem Blogeintrag keine neuen Kommentare mehr erstellt werden.
    0 Kommentare
    • Es sind noch keine Kommentare vorhanden
  • 2013.06.20

    Smart Cites: Reale Planung oder fernes Ökotopia?

    Immer mehr Menschen ziehen in Städte, die in Folge dessen rasant wachsen. Wien wird in den nächsten Jahrzehnten auf rund zwei Millionen Einwohnerinnen und Einwohner anwachsen. Um sich das konkret vorzustellen: Dieser Bevölkerungszuwachs entspricht der Anzahl an Menschen, die derzeit in Graz wohnen. Nun, um diesen zusätzlichen Menschen ein Zuhause und Infrastruktur zu schaffen, ist es ist wohl keine Option, die Stadt Graz im Marchfeld einfach nachzubauen. (Wobei der Gedanke Charme hätte – man denke nur daran, wie Hallstadt in China nachgebaut wurde.) Doch die grundlegenden Fragen bleiben: Wie soll dieses Wachstum gestaltet werden? Wie nachhaltig sind diese Bebauungen? Was bedeutet das ökologisch, sozial, kulturell und funktional? Konzepte zu „Smart Cities“ sollen dazu Antwort geben.

    Das Wachstum wird nicht nur am Stadtrand stattfinden, sondern auch durch Nachver-dichtung. Alte Bahnhöfe, Kasernen und Fabriken spielen dabei eine wesentliche Rolle. Intelligente Quartierentwicklung im Zentrum wie am Rande der Stadt ist daher wesentlich. Dafür braucht es die richtigen Planungs- und Bewertungstools für alle Themen nachhaltiger Entwicklung: Lebensqualität, soziale Akzeptanz und Inklusion, Technologie- und Wirtschaftsentwicklung sowie Ressourceneinsparung und Klimaschutz. Das DGNB-Bewertungssystem für nachhaltige Stadtquartiere ist hierfür ein gutes Tool. Wichtig ist dabei: In allen Planungsphasen soll Nachhaltigkeit in seiner Vielschichtigkeit berücksichtigt werden. Insbesondere in der frühen Phase werden mit den ersten Konzepten bereits Weichenstellungen gesetzt, die eine spätere nachhaltige Ausrichtung leicht oder schwer machen können. Darüber hinaus gilt es bei allen Beteiligten Raum zu schaffen, um eine gemeinsame Vision und Begeisterung für ein nachhaltiges Quartier aufkommen zu lassen. BauherrInnen, Fachplaner und Behörden müssen sich einig sein, um im Anschluss fixe Kriterien für die angestrebten sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Qualitäten zu erarbeiten. Ob diese Kriterien dann auch in allen Phasen der Umsetzung eingehalten werden, muss laufend überprüft werden.

    So kann es gelingen, dass Smart Cities jetzt schon Wirklichkeit werden. Manche Visionen für die Stadt der Zukunft leben technologische Utopien aus, die stark an die Träume der 50er und 60er Jahre erinnern, in der etwa fliegende Autos das Stadtbild prägen. Wir sollten aber nicht auf einen Deus ex machina warten, der mit zukünftigen technologischen Innovationen alle unsere Probleme lösen wird. Denn wir haben heute schon das Know-how für nachhaltige Stadtentwicklung – wir brauchen es nur motiviert und konsequent um-setzen.

    Karl Resel
    Manager Produktgruppe „Nachhaltige Entwicklung“
    Denkstatt GmbH
    Es können zu diesem Blogeintrag keine neuen Kommentare mehr erstellt werden.
    0 Kommentare
    • Es sind noch keine Kommentare vorhanden
  • 2013.05.15
    Julia GrillmairZum Profil
    Julia Grillmair
    • Co-Autor Mag. Wolfgang Vejdovsky

    Die Wirtschaftlichkeit von nachhaltigen Revitalisierungen bei Einkaufszentren

    Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit hat in den vergangenen Jahren Einzug in die Immobilienbranche gehalten. Nicht zuletzt aufgrund der von der Europäischen Union 2002 verabschiedeten „European Energy Performance of Building Directive“, welche die Verfügbarkeit eines Gebäudeenergieausweises für Neubau- und Bestandobjekte vorschreibt, wird das Thema Nachhaltigkeit mittlerweile auf breiter Basis diskutiert.

    Infolgedessen hat das Aufgabenfeld von Eigentümern von Einkaufszentren deutlich an Komplexität gewonnen. Diese müssen sich nun nicht nur fragen, wann und in welchem Umfang ein Shopping Center revitalisiert werden sollte, sondern auch, ob dies auf nachhaltige Weise – d.h. unter besonderer Berücksichtigung ökologischer und sozialer Aspekte – geschehen soll.

    Das Eigentümerinteresse an nachhaltigen Revitalisierungen ist nach wie vor verhalten. Die möglichen positiven Effekte nachhaltiger Revitalisierungsmaßnahmen liegen auf der Hand: höhere Mieten, deutlich geringere Betriebskosten und eine verbesserte Auslastung sind nur einige der Vorteile, die sich Bestandhalter von nachhaltigen Revitalisierungen versprechen.

    Dennoch macht eine Recherche in den Datenbanken der Building Research Establishment (BRE) in Großbritannien sowie der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) deutlich, dass das Interesse der Eigentümer am Erwerb eines Zertifikats für nachhaltige Revitalisierungen bei Einkaufszentren nach wie vor verhalten ist. Investoren fürchten ein Ungleichgewicht zwischen Eigentümer- und Mieternutzen. Doch besteht dieses Ungleichgewicht tatsächlich?

    Ein Fallbeispiel
    Eine von der Autorin gemeinsam mit dem Einzelhandelsspezialisten Alexander Koller durchgeführte Analyse der Wirtschaftlichkeit der nachhaltigen Revitalisierung zweier Einkaufszentren in Österreich und Portugal geht dieser Frage nach. Beide Einkaufszentren wurden in Anlehnung an die Vorgaben von BREEAM (Building Research Establishment Environmental Assessment Method) bzw. DGNB auf ökologisch und sozial nachhaltige Weise umfangreich revitalisiert. Dabei wurde insbesondere im Fall des portugiesischen Shopping Centers großer Wert auf die Verbesserung der ökologischen Performance gelegt. Anschließend wurde anhand eines DCF-Modells überprüft, ob die Revitalisierung aus Sicht des Eigentümers sowie aus Sicht der Mieter als wirtschaftlich sinnvoll anzusehen ist.

    Ergebnisse
    Während der Eigentümer des österreichischen Einkaufszentrums das Mietniveau durch die Revitalisierung deutlich steigern konnte, blieben die Mietsteigerungen des portugiesischen Shopping Centers deutlich hinter den Erwartungen zurück. Aufgrund der umfangreichen ökologischen Revitalisierungsmaßnahmen konnten die Betriebskosten des portugiesischen Einkaufszentrums jedoch drastisch gesenkt werden, was zu einem deutlichen wirtschaftlichen Vorteil für die Mieter führte.

    Fazit
    Anhand des Fallbeispiels wird deutlich, dass nachhaltige Revitalisierungsmaßnahmen nicht zwangsläufig zu deutlichen Mietsteigerungen – und somit zu einem wirtschaftlichen Vorteil für die Eigentümer – führen. Aufgrund der Tatsache, dass die Betriebskosten üblicherweise auf die Bestandnehmer überwälzt werden, profitieren von Betriebskosteneinsparungen, die aus nachhaltigen Revitalisierungen resultieren können, unter Umständen tatsächlich primär die Mieter.

    Aus diesem Grund ist es wesentlich, bereits im Vorfeld einer geplanten, nachhaltigen Revitalisierung die Kosten- und Nutzenstruktur detailliert zu evaluieren. Mithilfe von „Green-Lease“ Verträgen, welche die Aufteilung von Kosten und Nutzen präzise festlegen, kann eine Grundlage für eine faire Verteilung des Nutzens zwischen Eigentümer und Mieter – und somit eine Basis für den wirtschaftlichen Erfolg aus Eigentümersicht – geschaffen werden.

    In jedem Fall gibt es jedoch zu bedenken: Handel ist Wandel. Stärker als noch vor einigen Jahren spielt die gesamte monatliche Belastung – und somit auch die Höhe der Betriebskosten – für Einzelhändler eine wesentliche Rolle bei der Standortauswahl. Eigentümer von Einkaufszentren, welche dies erkennen – und Maßnahmen zur Senkung der Betriebskosten ergreifen – könnten langfristig einen Wettbewerbsvorteil haben.
    Veröffentlicht in:
    Es können zu diesem Blogeintrag keine neuen Kommentare mehr erstellt werden.
    2 Kommentare
    • Julia Grillmair @ 25.05.2013
      Herzlichen Dank! Natürlich handelt es sich hierbei lediglich um ein Fallbeispiel-um die allgemeine Gültigkeit der gewonnenen Erkenntnissen zu evaluieren, ist auf diesem Gebiet weitere Forschungsarbeit notwendig.
    • Gunda Weihs @ 16.05.2013
      Gratuliere. Echt interessant. Ich hätte mir dies bei Einkaufszentren nicht gedacht. Sind Sie sich da wirklich sicher?
  • 2013.05.07
    Philipp KaufmannZum Profil
    Philipp Kaufmann

    Mietzins ade - was kommt jetzt?

    Sag dem Mietzins leise Servus
    Wer Nachhaltigkeit lebt, optimiert seine Immobilie über den Lebenszyklus. Und damit auch die größte Kostenposition, nämlich die Bewirtschaftungskosten, welche für 80 Prozent der Lebenszykluskosten verantwortlich sind. Genau hier spießt sich aber die Theorie bei der Umsetzung der Praxis. Bei den bisherigen einfachen Mietvertragsmodellen, bei der für die Überlassung einer Fläche ein Entgelt vereinbart wird, profitiert der Mieter davon und der Vermieter trägt die Kosten. In unserem Wirtschaftssystem können daher solche Modelle von sich aus nicht erfolgreich sein.

    Der nachhaltige Mietvertrag
    Die Lösung liegt auf der Hand: wir brauchen moderne Gestaltungsmöglichkeiten, die unserer Wirklichkeit entsprechen und das Eigentümer-Nutzer-Dilemma lösen. Und vor allem brauchen wir  die Sicherheit, dass diese neue Ideen auch von beiden Vertragsparteien akzeptiert werden und halten. Denn nur wenn belastbaren Vertragsklauseln „Standard“  sind kann z.B. ein Developer sein Geld in solche neue (Business-) Modelle investieren. Um dies zu erreichen, wurde 2012 eine ÖGNI Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um einen Leitfaden für den nachhaltigen Mietvertrag zu erarbeiten. Unter der Leitung von Stefan Artner und Mitarbeiter der namhaftesten Anwaltssozietäten, wie SCWP, Wolf Theiss, Heid Schiefer, LAW firm und Schönherr entstehen 2013 Inhalte aber vor allem konkrete Textbausteine, welche hier eine neue Sichtweise aus der Branche für die Branche entstehen lassen. Dies beginnt bei der Verwendung von biologischen Reinigungsmitteln, reicht über den Einsatz zB von LED-Technologien und endet in neuen Modellen, bei denen wir nicht mehr alleine von Betriebskosten im Sinne des MRG reden sondern tatsächlich von den Bewirtschaftungskosten und darüber hinaus von zusätzlichen Dienstleistungen. Für den Mieter, der sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren kann, sind dann umfassende Qualitätsniveaus, Kostentransparenz und Kostensicherheit keine Utopie mehr. Im Idealfall hat er alle Informationen über die gesamte Nutzungsperiode, seinem Mietzyklus.

    Mehrwerte für Vermieter, Mieter und Betreiber
    Der nachhaltige Mietvertrag wird unser Handeln verändern und aus der bisherigen (Flächen-) Miete eine umfassende Dienstleistung des Vermieters und Betreibers machen; diese Mehrwertmiete kann sogar so weit entwickelt werden, dass wir von einer „All-in Miete“ (oder Brutto-Miete) reden, die alles umfasst. In diesem Fall „bestellt“ der Mieter seinen Anforderungen entsprechend Pakete ähnlich den Produkten im Bereich der Mobilfunkbranche – und das wichtigste: davon profitieren alle zentralen Akteure der Bewirtschaftung: der Vermieter kann für gute Leistung gutes Geld verdienen, der Betreiber erbringt exzellente Leistungen, die auch honoriert werden, und der Nutzer bekommt einfach mehr für sein Geld und weiß, dass er in der Immobilie nicht nur arbeiten darf, sondern sogar glücklich wird.
    Veröffentlicht in:
    Es können zu diesem Blogeintrag keine neuen Kommentare mehr erstellt werden.
    1 Kommentar
    • Oliver Puchner @ 16.05.2013
      Super Idee. Ich gratuliere!!!
  • 2013.04.25
    Harald GregerZum Profil
    Harald Greger

    Behagliches Wohnklima

    Die Anforderungen an Baustoffe sind in den letzten Jahren massiv gestiegen. Fenster bilden hier keine Ausnahme. Sie dienen heute nicht mehr nur dem Schutz vor wechselnden Witterungseinflüssen und dem Schall- und Brandschutz, sondern übernehmen eine wichtige Rolle als Verbindungsglied zwischen dem Innenraum und der Außenwelt. Bauherren wollen mit viel natürlichem Licht leben und die bestmögliche Wärmedämmung, damit die Energie im Haus bleibt. Dazu ist es wichtig, das Gebäude "dicht" zu machen. Alte Fenster sind oft energetische Lecks von Gebäuden.

    Von der Planung bis zum Rückbau
    Aufgrund steigender Nutzungskosten ist heute die Berechnung der gesamten Lebenszykluskosten von Immobilien bereits in der frühen Planungsphase notwendig. Fenster spielen dabei eine wesentliche Rolle, da sie die Lücken in der Außenhülle ohne Wärme - und Energieverlust schließen und damit ein konstanter Wert über die gesamte Nutzungsdauer bis zur Wiederverwertung gehalten wird. Voraussetzung dafür sind qualitativ hochwertige Fenster und ein perfekter bedarfsgerechter Einbau.

    Verantwortungsvolles Bauen und die Berechnung der Kosten beginnt bei der Planung, führt über die Realisierung zur Nutzung und endet bei der Demontage eines Bauwerkes. Bisher lag der Fokus von Bauherren und Planern meistens auf den Errichtungskosten. Zunehmend treten jedoch die durch das Planen und Bauen determinierten Nutzungskosten in den Vordergrund. Sie sind der größte Teil aller Aufwendungen für ein Gebäude. Die Betrachtung dieser Lebenszykluskosten im Zusammenhang mit Fenster- und Türkonstruktionen ist für uns von großer Bedeutung.

    Angenehmes Wohngefühl durch individuelle Gestaltung
    Alle Öffnungen eines Hauses, seien es Fenster, Türen oder Lichtdächer, sind Gestaltungselemente, mit denen einem Gebäude ein einzigartiges Aussehen verliehen werden kann. Form und Farbe prägen das Erscheinungsbild nach außen. Im Inneren bilden sie die Basis für ein besonderes Wohnklima, denn sie bringen Licht und Sonne ins Haus.

    Vor allem große Fensterflächen mit schlanken Profilen bringen viel natürliches Licht in den Innenraum und erzeugen damit ein modernes, mit dem Außen verbundenes Wohngefühl. Aluminium eignet sich aufgrund der optimalen Tragfähigkeit ohne Verwinden ganz besonders dafür, auch weil heute die Gläser in der Regel aufgrund einer 3-fach Verglasung sehr schwer sind.

    Die Wahl des Fensterwerkstoffs
    Bei der Wahl des Fensterwerkstoffs sind technologische, ökonomische, ökologische und gestalterische Aspekte ausschlaggebend. Aluminiumfenster überzeugen durch Stabilität, einer langen Funktionstüchtigkeit und grenzenloses Design. Alle Größen und Formen in allen architektonischen Stilen sowie hunderten Farben durch Oberflächenveredelung sind möglich. Eine lange Lebensdauer, minimale Wartung und ein stabilen Wert machen Aluminiumfenster zur wirtschaftlichsten Entscheidung. Aluminiumprofile werden nach ihrem Einsatz ohne Qualitätsverlust recycelt und stehen durch Einschmelzen wieder als hochwertiges Metall zur Verfügung.
    Veröffentlicht in:
    Es können zu diesem Blogeintrag keine neuen Kommentare mehr erstellt werden.
    0 Kommentare
    • Es sind noch keine Kommentare vorhanden
  • 2013.03.29
    Fabian KaufmannZum Profil
    Fabian Kaufmann

    Handel reloaded

    Die Handelsimmobilie steht vor einer dramatischen Revolution: nicht nur weil der Siegeszug des Internets vieles verändern wird, müssen wir als Developer und Betreiber umdenken. War es über Jahrzehnte völlig ausreichend, immer neue Fachmarkt- bzw. Einkaufszentren auf der grünen Wiese zu entwickeln, sind wir heute gefordert, aus den bestehenden das Beste herauszuholen. Der Neubau kann und wird nicht mehr der Treiber des Wachstums sein, aber wir haben ungenutzte Potentiale bei den bestehenden Objekten. Diese sind nicht alle top, wie Studien laufend belegen (lesen Sie hier  mehr) und hier gilt es die Potentiale zu identifizieren und zu heben. Diese Underdogs können mit hohem Fachwissen umgebaut, adaptiert und mit Leben gefüllt werden.
    In unserer Unternehmensgruppe CC Real erleben wir genau diese Entwicklung: haben wir seit den 90er Jahren Zentren neugebaut und mit unseren drei Einkaufszentren in Kroatien   bewiesen, dass auch in der größten Wirtschafts- und Finanzkrise der Neuzeit Neuentwicklungen im Markt positionierbar sind, konzentrieren wir uns jetzt auf Bestandsobjekte. Mit dem Center West  in Graz, welches wir gemeinsam mit Partnern 2012 kaufen konnten, treten wir den Beweis an, ein bestehendes Einkaufszentrum zu verjüngen. Dabei werden viele Aktivitäten hinterfragt und mit einem feinabgestimmten Maßnahmenpaket neue Qualitäten ermöglicht – wir sind überzeugt, dass uns der Erfolg nach der Fertigstellung der Maßnahmen im Herbst 2013 Recht geben wird. Dabei ist für uns Nachhaltigkeit keine Worthülse, sondern gelebte Realität. Und wir wissen, dass gerade der Bestand den größten Hebel für die Nachhaltigkeit bietet.

    In der Ruhe der Osterzeit sehe ich Handelskonzepte, die in die Stadt kommen – Konzepte, die es bisher nur außerhalb gab, werden zu den Menschen kommen und damit die Anfahrtszeiten sowie die Verkehrssituation beruhigen. Ich sehe die Herausforderungen, die Verbindung von Internet und stationärem Handel als Chance zu verstehen. Unsere Aufgabe als Developer und Center ManagerInnen wird es sein, unsere bestehenden Objekte aktiv zu managen und Lebensräume für Menschen zu schaffen. Räume, in denen Begegnungen, Emotionen und natürlich Einkäufe stattfinden, in denen die MitarbeiterInnen unserer Mieter gesund und produktiv arbeiten können, in denen unsere KonsumentInnen das wertvollste ihres Lebens verbringen: Zeit. Und am Ende zählt, wer lächelt, wer glücklich ist, kauft auch gerne ein und vor allem kommt wieder. Das sind die guten Nachrichten. Die schlechte Nachricht für alle ist: es bleibt nichts wie es ist und es liegt an uns, „Handel reloaded“ zu ermöglichen.
    Veröffentlicht in:
    Es können zu diesem Blogeintrag keine neuen Kommentare mehr erstellt werden.
    0 Kommentare
    • Es sind noch keine Kommentare vorhanden
  • 2013.02.01

    Es muss nicht immer „neu“ sein!

    Unlängst hat ein Artikel in einem Wirtschaftsmagazin mein Interesse geweckt, wonach Produkte immer kurzlebiger werden oder ihren Dienst versagen und ausgetauscht werden müssen. Ein krasser Gegensatz zum aktuellen Ökotrend und dennoch scheint das Wegwerfen groß in Mode zu sein. Viele Produkte erwecken den Eindruck, mit einem „geplanten Ablaufdatum“ versehen zu sein. Dies wage ich nicht zu behaupten, dennoch ist es offensichtlich, dass verschiedene Produkte scheinbar nicht mehr für einen langfristigen Gebrauch konstruiert werden. Doch die Schuld hierfür den Produzenten oder der Industrie zu geben, wäre bei Weitem zu kurz gegriffen. Ja, wir verfügen einerseits über immer bessere Technologien und Materialien, die es ermöglichen sollten, Produkte mit hoher Haltbarkeit zu produzieren. Andererseits geht die Entwicklung neuer Funktionen dermaßen rasant voran, dass diese Langlebigkeit mit dem Kundenwunsch nach effizienten und topmodernen Produkten im Widerspruch steht.

    Und genau sind wir alle gefordert, uns die Frage nach der Nachhaltigkeit zu stellen: (wann) ist es sinnvoll, ein altes Produkt gegen ein aktuelleres auszutauschen?

    Im Immobilienbereich gestaltet sich ein Austausch natürlich schwieriger, ist er doch gleichzusetzen mit Abriss und Neubau. Zumal hier die These der kurzlebigen Materialien nicht greift: die Bestandteile des Produkts „Gebäude“ sind in der Regel jahrzehntelang haltbar. So kann es nur sinnvoll sein, den Ziegel, der bereits produziert ist, so lange wie möglich zu verwenden. Durch die gezielte Aufwertung des Bestandes durch Umbau und Sanierung ist es möglich, ressourcen- und kostenaufwändige Neubauten im Sinne der Nachhaltigkeit zu vermeiden, ohne auf moderne Funktionen („Smart Building“) und Komfort verzichten zu müssen. Produkte können also durchaus lange UND effizient genützt werden. Die Bau- und Immobilienbranche zeigt´s vor.
    Veröffentlicht in:
    Es können zu diesem Blogeintrag keine neuen Kommentare mehr erstellt werden.
    1 Kommentar
    • Chris Walter @ 20.03.2013
      und da haben wir in der Immo Branche wahsnsinns Potential ;-))
  • 2012.11.14
    Heimo RollettZum Profil
    Heimo Rollett

    Klagen statt Aufklärung

    Jetzt wird’s ernst! Ab dem 1.12.2012 gilt der neue Energieausweis und es gibt endlich auch Sanktionen. Immerhin 1.450 Euro Verwaltungsstrafe drohen nun bei Unterlassung der verpflichtenden Vorlage. Die Hoffnung keimt auf, dass die Initiative vielleicht doch etwas bewirkt. Denn der Immobilienbestand ist der Schlüssel bei der Erreichung nachhaltiger Ziele. Jeder kennt mittlerweile die 40 Prozent: So viel des Energieverbrauchs in Europa entfällt auf die rund 160 Millionen Gebäude. Die Neubauten, die durchwegs nach modernen klimaschonenden Standards errichtet werden, spielen dabei fast keine Rolle.

    Ferdinand Rock von Jones Lang LaSalle Deutschland glaubt, dass es um den Bestand – aus Eigentümersicht – noch viel kritischer steht. Rock sieht in der nächsten Dekade bei Büroimmobilien eine "beschleunigteWertminderung und verkürzte Lebenszyklen" auf uns zukommen, wie er in einem aktuellen Bericht schreibt. Dies hänge u.a. mit den steigenden rechtlichen Anforderungen im Bereich Nachhaltigkeit zusammen. Rock weiter: "Vor diesem Hintergrund muss ein großer Teil des europäischen Büroflächenbestands als "alt" bezeichnet werden. Hierzulande stammen fast 60 Prozent des gewerblich genutzten Immobilienbestands aus der Zeit zwischen 1950 und 1960. In Großbritannien sind es rund 20 Prozent. In Paris sind mindestens zwei Drittel des Bestands mehr als 20 Jahre alt. Der Aufwand, ältere Gebäude in Schuss zu halten, wird mit steigendem Alter immer größer und kapitalintensiver."

    Der Energieausweis wird uns hier weder in Frankreich noch in Österreich weiterhelfen. Das einzige was er schafft, ist das Privatpublikum zu verwirren und alle Aufmerksamkeit auf die Energiehysterie zu lenken – als ob es bei der Nachhaltigkeit nur darum ginge.

    Für Österreich jedenfalls vermuten so manche Experten, dass es weniger zu einer Aufklärung oder zu einer groben Veränderung der Objektwerte kommen werde, als dass sich Makler aufmerksam die Inserate ihrer Kollegen ansehen und sich untereinander mit Klagen eindecken werden. Ob das das Ziel der EU war?
    Veröffentlicht in:
    Es können zu diesem Blogeintrag keine neuen Kommentare mehr erstellt werden.
    1 Kommentar
    • Heinz Schmid @ 15.11.2012
      Endlich ist es einmal ausgesprochen. Hoffentlich liest diesen Eintrag die EU.