• 2015.10.14
    Annemarie HarantZum Profil
    Annemarie Harant

    Nachhaltigkeitskommunikation: Green, Blue, Smart - verwirrt?

    Sie als Expertin bzw. Experte wissen natürlich Bescheid, was Begriffe wie Blue Building, Smart Metering und Green Investments bedeuten – aber wenn es um eine breitenwirksame Kommunikation von ökologischen oder sozialen Themenstellungen geht, können solche Formulierungen schnell zu Verwirrungen führen.

    Das Problem einer anschaulichen und für jedermann verständlichen Kommunikation ist sozusagen ein Dauerbrenner, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht. Schon dieser Begriff selbst hat bereits so manche Kommunikationsprofis ins Schwitzen gebracht.

    Vor rund 15 Jahren haben die ersten Unternehmen die Notwendigkeit erkannt, dass Transparenz und Nachvollziehbarkeit in puncto ökologischen und sozialen Fragen notwendig wird. Damals aber steckten die international anerkannten Kriterien für Nachhaltigkeitsberichte der Global Reporting Initiative (GRI) noch in den Kinderschuhen. Es war en vogue, lediglich einzelne Projekte zu kommunizieren, anstatt ein dahinterliegendes Managementsystem zu entwickeln. Dieser Umstand hat sich zwar glücklicherweise in vielen Fällen seitdem verändert – insbesondere durch Vorreiterunternehmen, die es ernst mit der Nachhaltigkeit meinen – aber oftmals bleibt die „Feigenblatt-Kritik“ bestehen.

    So zeigen viele Studien, wie z.B. von Henkel aus dem Jahr 2012, dass 54 % der ÖsterreicherInnen daran zweifeln, dass Unternehmen tatsächlich mit Nachhaltigkeitsbewusstsein wirtschaften.

    Stimmen Sie Ihre Kommunikation daher genau auf Ihr Unternehmen und die Branche ab, liefern sie zielgruppenorientiert wirklich interessante, wesentliche, qualitative Informationen und quantitative Fakten. Erzählen Sie Ihre Geschichten rund um das Thema Nachhaltigkeit – aber vergessen Sie nicht den Aufbau eines strukturierten Managementsystems dahinter.

    Sie glauben Ihr Unternehmen ist noch nicht soweit? Auch Ehrlichkeit kann in der Kommunikation viel zur Glaubwürdigkeit beitragen. Authentisch zu sein – sowohl nach außen wie auch innerhalb des Unternehmens – bringt oft mehr Sympathie-Punkte, als ein zwanghaftes Festhalten an allzu überschwänglichen PR-Slogans. Ein Nachhaltigkeitsbericht, eine Webseite, eine Broschüre oder eine Veranstaltung – nutzen Sie die vielfältigen Kanäle der Stakeholderkommunikation.

    Um loszulegen wäre jetzt ein guter Zeitpunkt.

    Mag. Annemarie Harant, tätig im Nachhaltigkeitsprojektmanagement und -research bei brainbows informationsmanagement gmbh, unterstützt Unternehmen und Organisationen bei der Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten und -strategien sowie in der Stakeholderkommunikation.
    Veröffentlicht in:
    Es können zu diesem Blogeintrag keine neuen Kommentare mehr erstellt werden.
    0 Kommentare
    • Es sind noch keine Kommentare vorhanden