• 2015.05.11
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    Philipp Kaufmann

    Nachhaltigkeit im Geiste des 3P-Ansatzes

    Bei der Umsetzung des Perspektivenwechsels hin zur Nachhaltigkeit findet oft der 3P- Ansatz Anwendung, der eine ganzheitliche Sichtweise und konsequente Umsetzung ermöglicht:

    Produkte: In der Bau- und Immobilienbranche geht es um Baustoffe und Immobilien. Wir können die ökonomischen und sozio-kulturellen Qualitäten optimieren und gleichzeitig den Eingriff in die Natur minimieren. Instrumente, die die geleistete Performance transparent machen, sind etwa EPDs und Gebäudezertifikate (zB DGNB).

    Prozesse werden ganzheitlich gestaltet und richten sich an neuen Zielen aus. Heute geht es um integrale Planung sowie um zyklusübergreifendes Handeln. Dazu bedarf es Veränderung des Wies, sowohl im Unternehmen selber als auch im Zusammenwirken von Betrieben.

    Personen sind die treibende Kraft und deren Wissen ermöglicht nachhaltiges Handeln. Dies alles wird erst machbar, wenn die handelnden Personen in der Lage sind, die Konzepte zu verstehen und neue Tools anzuwenden.

    Bei der ÖGNI haben wir für diesen 3P-Ansatz  konkrete Umsetzungsstrategien erarbeitet und in den Markt gebracht. Dies alles ist erst der Beginn der vierten industriellen Revolution!
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  • 2014.06.26
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    Philipp Kaufmann
    • Ein Vorreiterbeispiel für gelungenen nachhaltigen Wohnbau: Panoramawohnen Steinhaus

    Sozialen Wohnbau durch Nachhaltigkeit aufwerten

    Neun Seiten umfasst der neue Standardausstattungskatalog des oö. Wohnbaulandesrates und steht unter dem Titel "Sozialer Wohnbau: Wege zur Wirtschaftlichkeit ".
    Doch nach der Studie des Dokumentes hege ich Zweifel, ob die Wirtschaftlichkeit des sozialen Wohnbaus auch eine nachhaltige ist. Gewiss, gewisse Maßnahmen mögen teilweise eine Minderung der Investitionskosten zur Folge haben. Doch dies ist meiner Ansicht nach zu wenig, denn ein Grundgedanke der Nachhaltigkeit ist es, die Lebenszykluskosten zu optimieren und somit für niedrige Bewirtschaftungskosten zu sorgen; von diesen niedrigen Betriebskosten und höheren Qualitäten profitieren im Endeffekt die Mieter. Denn mehr als 80 Prozent der Kosten entstehen in der Nutzungsphase einer Immobilie.

    Die ÖGNI fordert daher einmal mehr, den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie in den Fokus zu rücken und damit Immobilien mit Mehrwert zu schaffen. Genau aus diesem Grund hat die ÖGNI im Winter des Vorjahres das 7 Punkte Reformprogramm entwickelt, mit dem die neue Bundesregierung aufgefordert wird, die Nachhaltigkeit nicht aus den Augen zu verlieren und damit Wachstum zu ermöglichen. Vor allem die öffentliche Hand hat durch ihre Stellung und ihr großes Volumen an Bauvorhaben einen wichtigen Vorbildcharakter. Und eines darf nicht vergessen werden: die Forderung nach Billig und Quantität zielt auf kurzfristige Impulse. Bessere Gebäude, niedrigere Bewirtschaftungskosten und vor allem zufriedene Nutzer rechtfertigen daher einen geringen Mehraufwand in der Planung und im Bau in jedem Fall.

    Ein Rückschritt bleibt uns hoffentlich erspart, hier müssen wir alle zusammenarbeiten und aufschreien, denn eine solche Entwicklung wird länger wirken und unsere internationale Vorreiterrolle in Frage stellen.
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  • 2013.05.07
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    Mietzins ade - was kommt jetzt?

    Sag dem Mietzins leise Servus
    Wer Nachhaltigkeit lebt, optimiert seine Immobilie über den Lebenszyklus. Und damit auch die größte Kostenposition, nämlich die Bewirtschaftungskosten, welche für 80 Prozent der Lebenszykluskosten verantwortlich sind. Genau hier spießt sich aber die Theorie bei der Umsetzung der Praxis. Bei den bisherigen einfachen Mietvertragsmodellen, bei der für die Überlassung einer Fläche ein Entgelt vereinbart wird, profitiert der Mieter davon und der Vermieter trägt die Kosten. In unserem Wirtschaftssystem können daher solche Modelle von sich aus nicht erfolgreich sein.

    Der nachhaltige Mietvertrag
    Die Lösung liegt auf der Hand: wir brauchen moderne Gestaltungsmöglichkeiten, die unserer Wirklichkeit entsprechen und das Eigentümer-Nutzer-Dilemma lösen. Und vor allem brauchen wir  die Sicherheit, dass diese neue Ideen auch von beiden Vertragsparteien akzeptiert werden und halten. Denn nur wenn belastbaren Vertragsklauseln „Standard“  sind kann z.B. ein Developer sein Geld in solche neue (Business-) Modelle investieren. Um dies zu erreichen, wurde 2012 eine ÖGNI Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um einen Leitfaden für den nachhaltigen Mietvertrag zu erarbeiten. Unter der Leitung von Stefan Artner und Mitarbeiter der namhaftesten Anwaltssozietäten, wie SCWP, Wolf Theiss, Heid Schiefer, LAW firm und Schönherr entstehen 2013 Inhalte aber vor allem konkrete Textbausteine, welche hier eine neue Sichtweise aus der Branche für die Branche entstehen lassen. Dies beginnt bei der Verwendung von biologischen Reinigungsmitteln, reicht über den Einsatz zB von LED-Technologien und endet in neuen Modellen, bei denen wir nicht mehr alleine von Betriebskosten im Sinne des MRG reden sondern tatsächlich von den Bewirtschaftungskosten und darüber hinaus von zusätzlichen Dienstleistungen. Für den Mieter, der sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren kann, sind dann umfassende Qualitätsniveaus, Kostentransparenz und Kostensicherheit keine Utopie mehr. Im Idealfall hat er alle Informationen über die gesamte Nutzungsperiode, seinem Mietzyklus.

    Mehrwerte für Vermieter, Mieter und Betreiber
    Der nachhaltige Mietvertrag wird unser Handeln verändern und aus der bisherigen (Flächen-) Miete eine umfassende Dienstleistung des Vermieters und Betreibers machen; diese Mehrwertmiete kann sogar so weit entwickelt werden, dass wir von einer „All-in Miete“ (oder Brutto-Miete) reden, die alles umfasst. In diesem Fall „bestellt“ der Mieter seinen Anforderungen entsprechend Pakete ähnlich den Produkten im Bereich der Mobilfunkbranche – und das wichtigste: davon profitieren alle zentralen Akteure der Bewirtschaftung: der Vermieter kann für gute Leistung gutes Geld verdienen, der Betreiber erbringt exzellente Leistungen, die auch honoriert werden, und der Nutzer bekommt einfach mehr für sein Geld und weiß, dass er in der Immobilie nicht nur arbeiten darf, sondern sogar glücklich wird.
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    1 Kommentar
    • Oliver Puchner @ 16.05.2013
      Super Idee. Ich gratuliere!!!
  • 2013.01.01
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    Philipp Kaufmann

    Ihr Engagement ist gefragt!

    Der Paradigmenwechsels in der Bau- und Immobilienwirtschaft hin zur Nachhaltigkeit kann nur gelingen, wenn wir alle Kräfte bündeln. Aus diesem Grund laden wir Sie zu Beginn des Jahres 2013 ein, sich für die Nachhaltigkeit zu engagieren. Die ÖGNI bietet Ihnen unterschiedliche Möglichkeiten:

    • Feedback und Input für die Weiterentwicklung des DGNB Systems bzw. der ethischen Unternehmenszertifizierung – wenn Ihnen bei der Anwendung der Systeme Themen aufgefallen sind oder Sie Verbesserungsvorschläge haben, ersuchen wir um Information darüber. Bitte wenden Sie sich direkt an Andreas Liska unter +43 (1) 997 1809 50 bzw. andreas.liska@ogni.at .
    • Bringen Sie sich als Experte bei einem Expertenkreis ein. Der Vorstand wird Sie dazu ernennen, wenn Sie in Ihrem Feld ein (internationaler) Experte sind.
    • Erarbeiten wir gemeinsam konkrete Empfehlungen, Leitfäden, Positionspapiere oder Kodizes. Für zahlreiche Themen gibt es bereits bestehende Arbeitsgruppen und wenn ein weiteres Thema wichtig ist, dann lassen Sie es uns wissen, damit wir bei Bedarf eine neue Arbeitsgruppe ins Leben rufen.
    • Präsentieren Sie sich bzw. Ihr Unternehmen auf www.ogni.at/experten. 
    • Bringen Sie sich bei der Blue Building Challenge ein. Ihre Ideen, Produkte bzw. Sie als Person sind gefragt und auf www.blue-building-challenge.at  schaffen wir Ihnen eine Bühne.
    • Schreiben Sie als Experte einen Beitrag auf dem Blog der Nachhaltigkeit
      (www.ogni-blog.at ) – wir werden diese Beiträge auch im Print präsentieren und in einer Jahrespublikation veröffentlichen. Sie schaffen sich und ihren Ideen damit Öffentlichkeit.
    Wie Sie sehen, gibt es eine breite Möglichkeit für ein Engagement und das beste dabei:
    Sie zahlen dafür nichts extra. So sind auch die Medienkooperationen für die Blue Building Challenge und die Veröffentlichung der Blog-Beiträge eine Leistung der ÖGNI – wir brauchen Ihre Ideen und dafür sollen Sie nicht extra bezahlen. Sie finden in den beiliegenden Unterlagen die Möglichkeit, sich für die Expertenkreise und Arbeitsgruppen näher zu informieren. Lassen Sie uns aus der Branche für die Branche die Nachhaltigkeit einen Schritt weiter bringen.

    Wir freuen uns über Ihr Engagement!
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  • 2012.10.23
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    Philipp Kaufmann
    • Der 3p-Ansatz der Nachhaltigkeit

    Mit 3P.zum.Glück als Leitmotiv

    Nachhaltigkeit ist schon seit meiner Schulzeit ein Herzensthema. Immerhin bin ich als Schüler der 80er und 90er Jahre mit Waldsterben und Mülltrennung aufgewachsen. Geprägt war das Denken meines Heranwachsens von den Ölschocks, von denen ich auch den zweiten als Kleinkind nicht wirklich bewusst erlebt habe, die jedoch Auswirkungen bis heute haben. Eine ist die Abkehr vom Glauben des ewigen Wachstums. Das Denken „Macht Euch die Erde untertan“ ist seit dem nicht mehr das alleinige Prinzip, sondern vielmehr in Kombination mit „Bewahren“ für uns selber und vor allem auch für nächste Generationen von Bedeutung.

    Aus dieser Motivation heraus habe ich mich persönlich 2009 engagiert, um gemeinsam ein „Grassroot Movement“ (aus der Branche für die Branche) ins Leben zu rufen, damit unsere Bau- und Immobilienbranche Verantwortung übernimmt. Der Zuspruch war überwältigend und mit 125 Gründern startete unsere ÖGNI. Bereits damals sind wir gestartet mit dem Ansatz „Visionen ohne Umsetzung sind nur geträumt“, denn die Zeit ist gekommen um zu handeln. Wir haben die Technologien, das Know-How und vor allem die Bereitschaft, nachhaltig zu agieren.

    Von Beginn an galt: Gebäude zu zertifizieren ist eine gewaltige Chance, Leuchtturmprojekte der Nachhaltigkeit auszuzeichnen und damit Licht auf die Personen zu lenken, die bewiesen haben, dass herausragende Qualitäten umsetzbar sind. Viel Licht für wenige heißt aber auch, dass es derzeit noch dunkel in unserer Branche ist. Mit jedem Haus, mit jeder Sanierung und jedem Bauen wird es aber heller.

    Aber: Gebäude alleine sind zu wenig. So entstand der 3P-Ansatz – wir wollen gemeinsam neben den Produkten, die neben den Immobilien auch die Baustoffe umfassen, die Prozesse verändern und die Personen befähigen, dass sie mit dem neuen, notwendigen Wissen nachhaltig handeln können. Ich bin überzeugt, dass gerade die Prozesse der große Hebel sind. Dies trifft sowohl im einzelnen Unternehmen als auch im Zusammenwirken der einzelnen Akteure zu.
    Der Fokus liegt auf der Berücksichtigung des Lebenszyklus und dies sowohl ökonomisch als auch ökologisch, sprich mit LCC (Life Cycle Costing) bzw. LCA (Life Cyle Assessment). Immerhin können wir so erstmals die Branche der Brüche hin zu einem gemeinsamen miteinander entwickeln. Dafür lohnt es sich zuarbeiten und zu überzeugen, damit wir gemeinsam Gebäude bauen und bewirtschaften, die uns Menschen glücklich machen – was sonst?

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    4 Kommentare
    • Marianne Schubert @ 02.03.2013
      Danke. Genau so ein Engagement haben wir immer schon gebraucht.
    • Renate Zippelius @ 23.10.2012
      Der Text ist dicht und voller Inhalte. Wo kann ich mir dazu mehr anhören?
    • Martin Huber @ 23.10.2012
      Der Lebenszyklus ist tatsächlich der wahre Fokus aber mit dem 3P-Ansatz werden andere Punkte bewusster. Ich persönlich konzentriere mich auf die Produkte, aber das soll ja nichts heißen. Wo gibt es mehr Informationen zum 3P-Ansatz? Gibt es dazu schon ein Buch?
      Antwort von ÖGNI Blog @ 25.10.2012
      Einen Überblick über den 3-P-Ansatz finden Sie auf der ÖGNI-Website: http://www.ogni.at/3-p 
    • Markus Puchner @ 23.10.2012
      Verstanden. Mit Glück ist zwar ein hehres Ziel gemeint, aber nur große Visionen sind es Wert verfolgt zu werden. Grautliere!
      Ich verfolge weiterhin die ÖGNI und seine Aktivitäten.